Sie liegen unter einem Waschtisch, die Hände voller Silikon, und das Handy vibriert in der Hosentasche. Zum dritten Mal in einer Stunde. Abends um sieben sitzen Sie im Transporter und hören die Mailbox ab: zwei Angebotsanfragen, ein Kunde, der wissen will, wann der Monteur kommt, und eine Nachricht von heute Mittag, dass die Heizung ausgefallen ist. Der Heizungskunde hat inzwischen einen anderen Betrieb gefunden. Wer nach „Telefonservice für Handwerker KI“ sucht, kennt diesen Abend.
Diese Seite erklärt, wie eine KI am Telefon eines Handwerksbetriebs arbeitet, was sie übernimmt und wo die Grenzen liegen. Klugon ist kein Büroservice mit Menschen am Telefon und keine Handwerkersoftware mit Aufmaß und Rechnung. Es ist eine KI, die Anrufe, WhatsApp-Nachrichten und Website-Anfragen beantwortet, Daten aufnimmt und Termine in einen eigenen Kalender bucht.
Warum das Telefon im Handwerk ein eigenes Problem ist
Laut den Kennzahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sind aktuell rund 1,04 Millionen Betriebe in den Handwerksrollen und im Verzeichnis des handwerksähnlichen Gewerbes eingetragen, mit rund 6 Millionen Beschäftigten. Ein großer Teil davon sind kleine Betriebe, in denen der Inhaber selbst mit auf der Baustelle steht und das Büro abends erledigt wird.
In einem solchen Betrieb gibt es keine Rezeption. Das Telefon läuft auf das Handy des Chefs oder auf eine Festnetznummer, die im Büro klingelt, in dem tagsüber niemand sitzt. Jede Lösung hat einen Haken:
- Selbst rangehen heißt, die Arbeit zu unterbrechen, mit schmutzigen Händen und oft auf der Leiter.
- Mailbox heißt, dass viele Anrufer gar nichts draufsprechen und beim nächsten Betrieb anrufen.
- Ein externer Telefonservice mit Menschen kostet pro Anruf oder pro Minute und nimmt meist nur eine Nachricht auf.
- Eine Bürokraft lohnt sich für viele kleine Betriebe nicht für ein paar Stunden Telefon am Tag.
Eine KI ist eine weitere Möglichkeit, mit eigenen Stärken und Schwächen. Sie nimmt Anrufe rund um die Uhr an und kann mehr als eine Nachricht aufnehmen: Sie stellt Rückfragen, beantwortet Standardfragen und bucht Termine. Sie kann aber keinen Schaden beurteilen und keinen Anruf an Sie durchstellen.
Die Anrufe in einem Handwerksbetrieb
Notfälle
Rohrbruch, Heizungsausfall im Januar, Wasser in der Decke, Stromausfall in einem Teil des Hauses, Sturmschaden am Dach. Diese Anrufe sind selten, aber sie entscheiden über Ihren Ruf. Wie die KI damit umgeht, steht im nächsten Abschnitt.
Angebotsanfragen
„Wir wollen das Bad sanieren“, „Was kostet eine Wärmepumpe?“, „Können Sie unser Dach anschauen?“, „Wir brauchen neue Fenster.“ Diese Anfragen sind Ihr Umsatz von morgen. Die meisten Anrufer wollen keinen Preis am Telefon, sondern einen Ansprechpartner und einen Besichtigungstermin.
Wartung und wiederkehrende Aufträge
Heizungswartung, Prüfung von Elektroanlagen, Dachrinnenreinigung, Wartung von Klimaanlagen. Diese Termine lassen sich gut planen und gut von einer KI buchen.
Statusfragen und Organisation
„Wann kommt der Monteur?“, „Ist das Material schon da?“, „Ich habe eine Frage zur Rechnung.“ Hier hilft eine KI nur begrenzt, denn sie weiß nichts über Ihre laufenden Aufträge, wenn Sie es ihr nicht sagen. Sie kann die Frage aber sauber aufnehmen, sodass Sie abends nicht zurückrufen müssen, nur um herauszufinden, worum es geht.
Alles andere
Bewerbungen, Lieferanten, Werbeanrufe, Umfragen. Die KI kann Bewerber auf Ihre Website verweisen und Werbeanrufe höflich beenden.
Telefonservice für Handwerker KI-gestützt: was er übernimmt
So sieht die Arbeitsteilung mit Klugon aus:
- Annehmen: Die KI meldet sich mit Ihrem Firmennamen, rund um die Uhr oder nur dann, wenn Sie die Rufumleitung aktivieren.
- Qualifizieren: Sie fragt nach Art des Auftrags, Adresse oder Postleitzahl, Zeitrahmen und Rückrufnummer. Sie kann anhand Ihrer Angaben sagen, ob ein Ort in Ihrem Einzugsgebiet liegt.
- Fragen beantworten: Leistungen, Einzugsgebiet, Anfahrtspauschale, Öffnungszeiten des Büros, ob Sie Meisterbetrieb sind, welche Marken Sie verbauen. Alles, was Sie hinterlegen.
- Termine buchen: Besichtigungs- und Wartungstermine in den Klugon-Kalender, pro Monteur oder Meister, mit Ihren Zeiten.
- Anfragen speichern: Jede Anfrage landet als Lead im Dashboard, mit Notiz, Kontaktdaten und Status.
- Übergeben: Was ein Mensch klären muss, markiert die KI und meldet es ab dem Business-Tarif über Slack oder Zapier.
Was sie nicht übernimmt:
- Keine Ferndiagnose. Die KI sagt nicht, ob der Druckabfall an der Heizung harmlos ist.
- Keine verbindlichen Preise. Sie nennt nur, was Sie freigeben, etwa eine Anfahrtspauschale oder einen Stundensatz, und macht keine Kostenvoranschläge.
- Keine Live-Weiterleitung. Die KI kann einen Anruf nicht zu Ihnen durchstellen.
- Keine Rückrufe, keine SMS. Die KI ruft niemanden an und schickt keine Textnachrichten.
- Keine Fotos. Dazu weiter unten mehr.
Die allgemeinen Grundlagen einer KI am Telefon erklärt unsere Seite zur KI-Telefonannahme.
Notdienst: Lead plus Slack oder Zapier, keine Durchstellung
Bei Notfällen müssen Sie genau wissen, was passiert. Hier ist der Ablauf, ohne Beschönigung.
Was die KI bei einem Notfallanruf tut:
- Sie erkennt anhand Ihrer Anweisungen, dass es um einen Notfall geht, zum Beispiel bei Stichworten wie Rohrbruch, Wasser, kein Strom, Gasgeruch.
- Bei Gefahr für Leib und Leben oder Gasgeruch liest sie einen festen Hinweis vor, den Sie formulieren: Notruf 112, bei Gasgeruch Haus verlassen und den Störungsdienst des Netzbetreibers anrufen, Hauptwasserhahn zudrehen.
- Sie nimmt Name, Adresse, Rückrufnummer und eine kurze Beschreibung auf.
- Sie speichert das als Lead mit Notiz und markiert es.
- Ab dem Business-Tarif wird der Lead sofort an Slack oder Zapier gemeldet. Über Zapier können Sie die Meldung weiterverarbeiten, zum Beispiel in ein Werkzeug, das Ihr Bereitschaftsdienst ohnehin nutzt.
Was die KI nicht tut:
- Sie stellt den Anruf nicht zu Ihrem Bereitschaftshandy durch.
- Sie ruft Sie nicht an und schickt Ihnen keine SMS, keine E-Mail und keine Push-Nachricht. Benachrichtigungen laufen ausschließlich über Slack oder Zapier.
- Sie verspricht keine Anfahrtszeit, es sei denn, Sie hinterlegen eine.
Daraus ergeben sich zwei sinnvolle Modelle:
- Modell A: Bereitschaftsnummer nennen. Wenn Sie einen echten Notdienst mit Bereitschaftshandy anbieten, hinterlegen Sie diese Nummer. Die KI nennt sie dem Anrufer bei einem Notfall und bittet ihn, direkt dort anzurufen. Zusätzlich speichert sie den Lead. So verlieren Sie keine Zeit, und der Kunde spricht sofort mit einem Menschen.
- Modell B: Rückruf zusagen. Wenn Sie keinen Notdienst anbieten, sagt die KI das offen, nimmt die Daten auf und kündigt einen Rückruf zu Ihren Bürozeiten an. Ihr Team arbeitet die Liste morgens ab.
Fotos auf WhatsApp: was die KI nicht sehen kann
Kunden schicken Handwerkern gern Fotos: das tropfende Rohr, die Fehlermeldung am Heizungsdisplay, den Riss in der Fassade. Für Sie sind diese Bilder wertvoll. Für die KI sind sie unsichtbar.
Wenn ein Kunde auf WhatsApp ein Foto schickt, erfährt die KI nur, dass ein Bild gekommen ist. Was darauf zu sehen ist, weiß sie nicht. Dasselbe gilt für Sprachnachrichten. Versprechen Sie deshalb nirgends „Schicken Sie uns ein Foto, und die KI erstellt ein Angebot“. Das funktioniert nicht.
So gehen Sie damit um:
- Weisen Sie die KI an, bei Bildern freundlich zu bestätigen, dass das Foto angekommen ist, und um eine kurze schriftliche Beschreibung zu bitten.
- Bei Sprachnachrichten bittet die KI um eine kurze Textnachricht.
- Im Klugon-Posteingang erscheint nur ein Hinweis auf das Bild. Ihr Team kann dort direkt antworten und bei Bedarf um das Foto auf anderem Weg bitten, innerhalb des 24-Stunden-Fensters von Meta.
Für WhatsApp brauchen Sie ein eigenes WhatsApp-Business-Konto mit Telefonnummer und etwas Einrichtung bei Meta. Klugon berechnet dafür 19 US-Dollar im Monat. Mehr dazu auf der Seite zum WhatsApp-Chatbot für Unternehmen.
Beispielgespräch: Heizungsausfall am Abend
Ein Beispielgespräch. Der Betrieb ist erfunden.
Ab dem Business-Tarif erscheint in diesem Moment eine Meldung in Ihrem Slack-Kanal oder in dem Werkzeug, das Sie über Zapier angebunden haben.
Beispielgespräch: Anfrage zur Badsanierung
Ein Beispielgespräch. Der Betrieb ist erfunden.
Die kostenlose Besichtigung und die Dauer stammen aus der Wissensbasis des erfundenen Betriebs. Ihre KI sagt nur, was Sie festlegen.
Besichtigungs- und Wartungstermine buchen
Klugon bucht in einen eingebauten Kalender. Für Handwerksbetriebe sind diese Einstellungen wichtig:
- Leistungen mit Dauer: Besichtigung Bad 60 Minuten, Heizungswartung 90 Minuten, Angebotsbesprechung 30 Minuten.
- Mitarbeitende: Jede Leistung kann bestimmten Personen zugeordnet werden, etwa Besichtigungen nur dem Meister, Wartungen den Monteuren. Überschneidungen prüft Klugon pro Person.
- Puffer nach Terminen: Planen Sie hier die Fahrzeit ein, zum Beispiel 30 Minuten.
- Vorlaufzeit: Wie kurzfristig darf gebucht werden? Für Besichtigungen sind 24 oder 48 Stunden sinnvoll.
- Buchungshorizont und Schließtage: Betriebsurlaub, Brückentage, Großbaustellen.
Am Telefon kann die KI buchen und stornieren, im Chat zusätzlich verschieben. Eine Routenplanung oder Tourenoptimierung gibt es nicht; die KI weiß nicht, dass zwei Termine am selben Tag 40 Kilometer auseinanderliegen. Viele Betriebe lösen das, indem sie Besichtigungen nur an bestimmten Tagen oder in bestimmten Zeitfenstern freigeben.
Ab dem Business-Tarif des Sprach- oder Social-Agenten kann Klugon im Chat belegte Zeiten aus Google-, Outlook- oder Apple-Kalendern prüfen, nach Einrichtung. Am Telefon bucht die KI nur in den Klugon-Kalender. Das hilft, wenn Ihre Baustellenplanung in einem dieser Kalender steht. Mit Handwerkersoftware wie Plancraft, Hero, ToolTime oder Craftnote gibt es keine Verbindung. Mehr zur Buchungslogik auf der Seite zur KI-Terminbuchung.
Was in die Wissensbasis gehört
- Leistungen: was Sie machen und was nicht. Besonders wichtig ist das „nicht“, damit die KI keine Erwartungen weckt.
- Einzugsgebiet als Liste von Orten oder Postleitzahlen.
- Preise, die die KI nennen darf: Anfahrtspauschale, Stundensatz, Notdienstzuschlag. Oder ausdrücklich: keine Preise am Telefon.
- Notfallregeln: was als Notfall gilt, Ihre Bereitschaftsnummer, Ihr Sicherheitshinweis.
- Ablauf von Aufträgen: Besichtigung, Angebot, Auftrag, Ausführung. Kunden fragen das oft.
- Bürozeiten: Wann ruft Ihr Team zurück?
- Qualifikation: Meisterbetrieb, Fachbetrieb, Innungsmitglied, Herstellerpartner.
- Förderprogramme: Wenn Sie dazu Auskunft geben, dann nur allgemein und mit Verweis auf die zuständigen Stellen. Verbindliche Förderberatung ist kein Thema für eine KI.
PDF, Word, Text, Markdown und CSV bis 20 MB lassen sich hochladen. Die Website-Prüfung liest Ihre Startseite und bis zu sieben weitere wichtige Seiten, etwa Leistungen, Kontakt und Impressum.
Handwerkskammer, Meisterbetrieb und was die KI sagen darf
Wenn Ihr Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist, gehört das in die Wissensbasis. Für zulassungspflichtige Handwerke regelt die Handwerksordnung (§ 1 HwO) die Eintragung, und viele Kunden fragen ausdrücklich nach einem Meisterbetrieb. Die KI kann das korrekt beantworten, aber nur, wenn Sie es ihr sagen. Sie erfindet keine Qualifikationen, und Sie sollten in der Wissensbasis nichts hinterlegen, was Sie nicht belegen können.
Ihre zuständige Handwerkskammer ist außerdem eine gute Anlaufstelle, bevor Sie ein solches Werkzeug einführen. Viele Kammern bieten Betriebsberatung an, auch zu Digitalisierung und Datenschutz. Die Kontaktdaten aller Handwerkskammern finden Sie in der Übersicht des ZDH.
Zwei Punkte, die Sie dort oder mit Ihrem Berater klären sollten:
- Was die KI zu Preisen sagt. Eine genannte Anfahrtspauschale oder ein Stundensatz sollte zu Ihren AGB und Angeboten passen.
- Wie Sie Kundendaten verarbeiten. Siehe nächster Abschnitt.
Datenschutz für Handwerksbetriebe
Name, Adresse, Telefonnummer und Auftragsbeschreibung sind personenbezogene Daten, für die die DSGVO gilt. Für einen Handwerksbetrieb ist das meist überschaubar. Achten Sie aber darauf, dass die KI nur erfragt, was für den Auftrag nötig ist.
Was Sie über Klugon wissen sollten:
- Klugon wird von der Softaar Technologies UG (haftungsbeschränkt) in Dresden betrieben und unterliegt der DSGVO.
- Klugon nutzt Unterauftragsverarbeiter, darunter Anbieter in den USA, auf Grundlage von Standardvertragsklauseln. Die Liste steht in der Datenschutzerklärung. Wir behaupten nicht, dass alle Daten in der EU gespeichert werden.
- Anrufe werden nicht aufgezeichnet. Jedes Gespräch erscheint im Posteingang mit Dauer und Verlauf; der Verlauf kann unvollständig sein.
- Sie können Leads, Kunden und Gespräche als CSV exportieren und einzelne Einträge löschen. Eine vollständige Löschung beantragen Sie per E-Mail.
Allgemeine Informationen bietet der Bundesbeauftragte für den Datenschutz. Sagen Sie Anrufern in Ihrer Begrüßung, dass sie mit einer KI sprechen. Die Standardbegrüßung ist englisch und erwähnt das nicht, deshalb schreiben Sie ohnehin eine eigene.
Einrichtung: Checkliste für Ihren Betrieb
- Konto anlegen und den KI-Sprachagenten wählen. Die Testphase dauert 7 Tage, eine Kreditkarte ist erforderlich. Wenn Sie vor Ablauf kündigen, zahlen Sie nichts.
- Assistent anlegen, Sprache Deutsch, eigene Begrüßung mit Firmennamen und KI-Hinweis.
- Wissensbasis füllen, siehe Liste oben.
- Notfallregeln festlegen: Modell A oder B, Sicherheitshinweis, Bereitschaftsnummer.
- Leistungen und Mitarbeitende im Kalender anlegen, mit Dauer, Puffer für Fahrzeit und Vorlaufzeit.
- Slack oder Zapier verbinden (ab Business-Tarif), damit Notfälle und Anfragen sofort sichtbar sind.
- Im Browser testen. In der Testphase gibt es noch keine Telefonnummer. Spielen Sie einen Notfall, eine Angebotsanfrage, eine Statusfrage und einen Werbeanruf durch.
- Nach der Testphase Rufnummer einrichten. Richten Sie bei Ihrem Anbieter eine Rufumleitung auf die Klugon-Nummer ein, etwa bei besetzt, nach einigen Klingeltönen oder ganz, während Sie auf der Baustelle sind. Ab dem Business-Tarif geht auch ein eigener SIP-Trunk. Eine Portierung Ihrer Nummer gibt es nicht.
- Feste Zeiten für die Anfragenliste festlegen, zum Beispiel morgens vor der Abfahrt und abends.
Kosten: Rechenbeispiel für einen Handwerksbetrieb
Klugon rechnet in US-Dollar ab. Der KI-Sprachagent kostet ab 99 US-Dollar pro Monat (Starter, 1.000 Sprachminuten), Business 299 US-Dollar (3.600 Minuten), Scale 499 US-Dollar (6.000 Minuten). Bei jährlicher Zahlung sind es 20 Prozent weniger. Eine Rufnummer kostet 9 US-Dollar im Monat, zusätzliche Minuten 15 US-Dollar je angefangene 100 Minuten. Details auf der Preisseite (englischsprachig).
Rechenbeispiel mit Annahmen: Ein SHK-Betrieb mit vier Monteuren leitet das Telefon tagsüber und abends auf die KI um. Angenommen, das sind 15 Anrufe pro Werktag mit durchschnittlich 3 Minuten, also bei 21 Werktagen rund 950 Minuten. Das passt in den Starter-Tarif. Weil Notfälle sofort in Slack auftauchen sollen, wählt der Betrieb aber den Business-Tarif: 299 US-Dollar plus 9 US-Dollar für die Nummer, zusammen 308 US-Dollar im Monat.
Ob sich das lohnt, hängt an einer einfachen Frage: Wie viele Aufträge verlieren Sie heute, weil niemand rangeht? Wenn es auch nur eine Badsanierung im Quartal ist, rechnen Sie mit Ihrem eigenen Auftragswert nach. Dazu kommt die Zeit, die Sie abends nicht mehr mit Mailbox-Abhören und Rückrufen verbringen, nur um herauszufinden, worum es ging.
Für WhatsApp gibt es den Social-Agenten ab 79 US-Dollar im Monat, für den Website-Chat ab 49 US-Dollar. Mehr dazu unter KI-Chatbot für Websites.
Saison im Handwerk
Jedes Gewerk hat seine Spitzen. Heizungsbauer erleben ab Oktober die ersten kalten Nächte mit Ausfällen und Wartungsanfragen. Dachdecker bekommen nach jedem Sturm eine Welle von Anrufen. Klima- und Elektrobetriebe haben im Hochsommer zu tun, Maler und Fensterbauer im Frühjahr. In diesen Wochen ist das Telefon am vollsten und Ihr Team am wenigsten erreichbar.
Die KI hilft hier vor allem bei der Sortierung. Sie nimmt Anrufe an, beantwortet die Standardfragen („Wir haben derzeit Wartezeiten von etwa drei Wochen für Besichtigungen“, wenn Sie das hinterlegen) und markiert, was dringend ist. Passen Sie die Wissensbasis vor jeder Saison an: aktuelle Wartezeiten, ob Sie noch neue Kunden annehmen, welche Leistungen Sie gerade nicht anbieten.
So messen Sie, ob es funktioniert
- Angenommene Anrufe und Uhrzeiten. Die Auswertung zeigt Anrufe, Minuten und die stärksten Stunden. Viele Betriebe sehen, wie viele Anrufe zwischen 7 und 9 Uhr und nach 17 Uhr eingehen.
- Leads und gebuchte Besichtigungen, mit Vergleich zum Vorzeitraum.
- Wie viele Leads wurden kontaktiert? Die Insights-Seite zeigt Leads, die nach zwei Tagen noch nicht kontaktiert wurden. Das ist die wichtigste Liste.
- Fragen ohne gute Antwort: ergänzen Sie die Wissensbasis.
- Ihr Abend: Wie viel Zeit verbringen Sie noch mit Rückrufen?
Für welche Betriebe es passt und für welche nicht
Gut geeignet:
- Kleine und mittlere Betriebe ohne Büro, in denen der Chef selbst ans Telefon muss.
- Gewerke mit vielen Angebotsanfragen und Besichtigungen: Sanitär, Heizung, Elektro, Dach, Maler, Fenster, Tischler.
- Betriebe mit Wartungsgeschäft, das sich gut planen lässt.
- Betriebe mit Kundschaft, die auch Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch oder Arabisch spricht.
Weniger geeignet:
- Notdienstbetriebe, die eine Live-Durchstellung jedes Notrufs an einen Techniker brauchen. Das kann Klugon nicht.
- Betriebe, die erwarten, dass die KI anhand von Fotos Angebote erstellt.
- Betriebe, deren Kunden vor allem Statusfragen zu laufenden Aufträgen stellen. Die KI kennt Ihre Auftragsdaten nicht.
- Betriebe mit mehreren Niederlassungen unter einem Konto. Klugon kennt eine Adresse pro Konto.
Andere Branchen finden eigene Seiten: Restaurants, Friseursalons und Zahnarztpraxen. Eine englischsprachige Seite für Handwerksbetriebe gibt es unter AI receptionist for trades (englischsprachig).
Häufige Fragen
Was macht ein KI-Telefonservice für Handwerker?
Er nimmt Anrufe an, wenn Sie auf der Baustelle sind, fragt nach Art des Auftrags, Adresse und Rückrufnummer, beantwortet Standardfragen aus Ihrer Wissensbasis und bucht Besichtigungs- oder Wartungstermine. Jede Anfrage landet als Lead in Ihrem Dashboard.
Stellt die KI Notfälle zu meinem Handy durch?
Nein. Eine Live-Weiterleitung gibt es nicht. Die KI speichert den Notfall als Lead und meldet ihn ab dem Business-Tarif über Slack oder Zapier. Sie kann dem Anrufer außerdem Ihre Bereitschaftsnummer nennen, damit er direkt dort anruft.
Kann die KI Fotos vom Schaden auf WhatsApp auswerten?
Nein. Die KI erkennt nur, dass ein Bild oder eine Sprachnachricht geschickt wurde. Im Posteingang sieht Ihr Team nur einen Hinweis darauf und kann dort antworten. Die KI bittet den Kunden um eine kurze schriftliche Beschreibung.
Macht die KI Kostenvoranschläge?
Nein. Sie nennt nur Preise, die Sie ausdrücklich freigeben, etwa eine Anfahrtspauschale. Für alles andere vereinbart sie eine Besichtigung oder nimmt die Anfrage für ein Angebot auf.
Ruft die KI Kunden zurück oder schickt SMS?
Nein. Klugon ruft nicht an und verschickt keine SMS. Rückrufe macht Ihr Team. Bei Anfragen über WhatsApp kann Ihr Team direkt aus dem Klugon-Posteingang antworten.
Kann ich meine Firmennummer behalten?
Ja. Sie richten bei Ihrem Telefonanbieter eine Rufumleitung auf eine Klugon-Nummer ein, ganz oder nur bei besetzt und nach einigen Klingeltönen. Ab dem Business-Tarif ist auch ein SIP-Trunk möglich. Eine Rufnummer gibt es erst nach der 7-tägigen Testphase.
Sollte ich vorher mit meiner Handwerkskammer sprechen?
Das ist sinnvoll, wenn Sie Fragen zu Datenschutz, AGB oder Preisangaben haben. Viele Handwerkskammern bieten Betriebsberatung an. Die KI sagt zu Qualifikation und Preisen nur, was Sie in der Wissensbasis hinterlegen.
Was kostet der KI-Telefonservice für Handwerker?
Der KI-Sprachagent kostet ab 99 US-Dollar pro Monat mit 1.000 Minuten, plus 9 US-Dollar für die Rufnummer. Slack- und Zapier-Meldungen für Notfälle gibt es ab dem Business-Tarif für 299 US-Dollar. Die Testphase dauert 7 Tage, eine Kreditkarte ist erforderlich.
Wenn Sie hören wollen, wie Ihr Betrieb am Telefon klingen würde, starten Sie die Testphase und rufen Sie Ihren Assistenten im Browser an. Einen Überblick über Klugon als KI-Telefonassistent für kleine Betriebe gibt die deutsche Startseite; wie eine KI-Rezeption grundsätzlich arbeitet, erklärt eine eigene Seite.